Werkgruppe Analogrechner

Die Serie Tanz der Elektronen entstand um 1960 herum  mit Hilfe eines vom Wiener Physiker Dr. Franz Raimann in Abstimmung mit Herbert W. Franke schon Anfang der fünfziger Jahre  gebauten Analogrechners. Mit ihm ließen sich die grundlegenden Rechenoperationen wie Addition und Subtraktion, Multiplikation und Division sowie Differentiation und Integration ausführen. Er erlaubte die Entwicklung grafischer Elemente, meist Kurven, in zweikanaliger Überlagerung kombiniert – entsprechend der Ordinate und der Abszisse von flächenhaften Darstellungen. Schon 1954-58 hatte Franke mit dem Analogrechner zu experimentieren begonnen, damals war die Serie Oszillogramme entstanden.

Als Ausgabegerät diente für diese Serie Tanz der Elektronen jedoch ein wesentlich besserer Industrie-Oszillograph mit einem Bildschirm-Durchmesser von rund fünfzehn Zentimetern, die wesentlich feinere Strukturen erlaubten, die an Schleier erinnern. 

Negative

Eine Dokumentation über Tanz der Elektronen drehte Rolf Enger 1959, ein bekannter Dokumentarfilmer, bei dem Franke einige Jahre als Untermieter lebte. Es war geplant, den Film im Südfunk Stuttgart auszustrahlen, was letztlich jedoch an der Musik scheiterte, die der Redakteur im Sender ersetzen wollte, was aber der Filmemacher Rolf Engler nicht akzeptierte. Eine digitalisierte Version der Doku in 16 mm wurde vom ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe archiviert.  Ein knapp dreiminütiger Zusammenschnitt für die UFA-Wochenschau ist im Bundesfilmarchiv abzurufen.

Hier geht es zu einer weiteren Serie der Werkgruppe Analogrechner:

Serie Oszillogramme