Werkgruppe Mathematica

Den Serien Ribbons, Slings und Kalligraphien liegen einfache Algorithmen trigonometrischer Funktionen zugrunde, mit denen Bilder wie Kalligraphien in den dreidimensionalen Raum gezeichnet werden können. Die geschmeidige Eleganz der auf zwei Dimensionen projizierten Kurven der Serie Slings, die im Programm sogar in Bewegung zu sehen sind, ist erstaunlich. Sie sind ein besonderes Beispiel für das mathematische Prinzip der Stetigkeit, mit dem sich Franke bereits seit seinen ersten künstlerischen Arbeiten in den fünfziger Jahren auseinandersetzte. In der Serie Ribbons hat er mit dem Wechsel von stetischen und nicht-stetischen Abschnitten gespielt. Während die Serien Ribbons und Slings in extremem Breitformat entstanden sind, wurde das Programm auch für eine quadratische Serie, die Kalligraphien, konzipiert.

Serie Slings
Serie Ribbons

Herbert W. Franke arbeitete seit 1995 aktiv mit Mathematica – er startete mit Version 3. Die laufend weiterentwickelte und erweiterte Programmiersprache von Wolfram, die heute in der Forschung und Entwicklung weltweit im Einsatz ist, vereinfachte Codes für alle Visualisierungen mathematischer Spezialgebiete und eignete sich daher bestens für Frankes ästhetische Experimente. Besonders interessant war für ihn dabei auch die interaktive Nutzung der computergrafischen Darstellungen und der Übergang zur Animation. Mit Mathematica hat Franke zahlreiche Programmen umgesetzt.

Hier geht es zu den anderen Serien von Mathematica:

Serien El-Milik und Flares
Serien Lissajous und Space Loops
Serien Peru Pattern und Intarsia
Serien Virtuelle 3D-Konstruktionen