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Frankes früheste Ausstellungen 1959-73

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1959 kam es im Museum für angewandte Kunst in Wien zum stillen „Urknall“ der generativen Kunst von Herbert W. Franke: mit der Ausstellung Experimentelle Ästhetik. Sie vereinte Werke generativer Fotokunst mit Oszillogrammen, seinen frühesten Werken, die mit einem Analogrecher algorithmisch entstanden. Wir lassen hier diese erste Ausstellung Revue passieren, die anschließend auch noch in Zürich, London und München präsentiert wurde. Sie wurde auch später noch einmal gezeigt: im Rahmen der Alpbacher Hochschulwochen im Jahr 1966 (inzwischen: European Alpbach Forum).

Blick in die Ausstellung „Experimentelle Ästhetik“ in Zürich (oben), ein zeitgenössischer Presseartikel (links) und ein Oszillogramm (rechts).

Die vom MIT und der TU Berlin veranstaltete Sommerkonferenz Der Computer in der Universität im Jahr 1968 gilt heute als historischer Meilenstein, mit dem das MIT seine Erfahrungen mit Multi-User-Systemen an die deutsche Wissenschaft weitergeben wollte. Über 1.000 Spitzenforscher legten hier den Grundstein für die Anerkennung der Informatik als eigenständige wissenschaftliche Disziplin in Deutschland. Begleitend fand mit Kunst aus dem Computer, kuratiert von Herbert W. Franke, eine der weltweit ersten Ausstellungen mit digitalen Computerkunst statt. Sie wurde die Keimzelle einer internationalen Wanderausstellung unter dem von Franke ursprünglich gewählten Titel Wege zur Computerkunst, einige davon bereits in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Mehr zu den frühen Ausstellungen 1968-1973 hier: Auf dem Weg zur Computerkunst. 1975 erhielt Franke vom Goethe-Institut dann den Auftrag, die Ausstellung erheblich zu erweitern. Sie reiste später bis 1986 immer noch mit dem Titel Wege zur Computerkunst durch die Welt: in rund 150 Orte auf drei Kontinenten.