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Grandioser Summit ist Geschichte

Der Generative Art Summit – From Camera to Artificial Intelligence 1954-2024 vom 3. bis 6. Juli 2024 der art meets science – Stiftung Herbert W. Franke ist Geschichte. Die mehrtägige Veranstaltung war ein großartiger Erfolg. Die Community von rund 350 Interessierten gaben sich ein Stelldichein, um den 60 geladenen Pionieren aus der ganzen Welt in Vorträgen und Diskussionsrunden des Konferenzteils zuzuhören. Sie genossen aber ebenso die Möglichkeit, in den Pausen mit den Pionieren, die mit ihren Werken sieben Jahrzehnte generativer Kunst prägten, persönlichen Kontakt aufnehmen zu können. Weitere Ehrengäste waren Sammler, Wissenschaftler und Musemsverantwortliche oder kamen von Plattformbetreibern der Web3-Kunstwelt. Die Stiftung dankt allen Ehrengästen und Teilnehmern für dieses große Fest mehrerer Generationen aus der generativen Kunst. Wir werden alle Vorträge, Talkrunden sowie die weiteren Events sowie weitere Best-Of-Reportagen veröffentlichen, so dass auch die, die nicht persönlich anwesend sein konnten, Impressionen des Summit erhalten. Der Dank der Stiftung gilt ebenso den Partnern, die an dieser Veranstaltung mitgewirkt haben: dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, der Städtischen Galerie Wolfsburg, dem Institut Heidersberger sowie Expanded.Art und Art Blocks.

Das „Familienfoto“: die rund 70 Ehrengäste des Generative Art Summit in Berin – alle Fotos: Klara Kusa
Susanne Päch im Gespräch mit Anne und Michael Spalter
Harry Yeff bei seiner fulminanten Schluss-Performance

Die Filmnacht mit der Entwicklung der Computeranimation in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts faszinierte die Besucher mit zahlreichen großartigen Kurzfilmen ebenso wie das Late Night Special mit Yoichiro Kawaguchi aus Japan, der seine selbst programmierten Wunderwelten mit ganz fremdartigen Lebewesen präsentierte.

Die Vernissage der ersten Solo-Ausstellung Illuminating the Invisible von Herbert W. Franke in der Galerie König war ebenfalls Teil des Summit. Sie zeigte einen Überblick über unterschiedliche Werkgruppen: von der generativen Fotografie mit einem Analogrechner über einen die frühesten Computergrafiken von Franke bis zu seiner großen Serie Math Art, die als Transparente auf Leuchtkästen präsentiert wurde, eine Prsäentationsform, die sich der Künstler, der diese Arbeiten am Bildschirm entwickelte, noch vor seinem Tod wünschte, als diese Werke in der Ausstellung Visionär – Herbert W. Franke im Francisco Carolinum in Linz erstmals gezeigt wurden. Zu sehen sind auch zwei Werke aus der Serie Color (1962), aus der generativen Fotografie, die anlässlich dieser Ausstellung erstmals überhaupt öffentlich gezeigt werden.

Die in Wolfsburg gezeigte, auch zum Event gehörende Ausstellung Kunst – Code – Konstruktionen. Zur Geschichte der generativen Kunst in der Städtischen Galerie Wolfsburg wurde als Programmpunkt während des Summit eröffnet. An diesem Soft-Opening nahmen nicht nur Kunstinteressierte aus der Region teil, sondern auch zahlreiche Gäste des Summit von Australien bis Kanada, die in einem Tagesausflug von Berlin aus anreisten. Sie haben bei dieser Gelegenheit auch noch das Institut Heidersberger besuchen können, ein Pionier der generativen Kunst in den fünfziger Jahren. Die Ausstellung zeigt noch bis Anfang August physische und digitale Werke aus sieben Jahrzehnten, von algorithmischer Malerei über generative Fotografie bis zur Computer- und AI-Kunst von heute. Die Werke stammen weitestgehend aus der Stiftungs-Sammlung Franke & Friends.

Das Abschluss-Highlight des Summit war die Theater-Performance Sandfiction 4K: The Orchid Cage. Herbert W. Frankes Roman von 1961 ist eine spannende wie bitterböse Parabel auf die Evolution des Menschen in einer hochtechnologisierten Entertainment-Gesellschaft im Cyberspace. Umgesetzt wurde sie von der vierköpfigen Künstlergruppe Kaleidolux: einem Sandmaler, einer Schauspielerin und zwei Musikern.