Drei klassische Animations-Programme von Franke aus den Jahren 1982/83
Eröffnung des internationalen Festivals an zahlreichen Standorten Münchens

Festival Various Others (VO)
14. – 24. Mai 2026
neben vielen anderen zwei Standorte mit Werken von Franke:
Apples European Silicon Design und ERES-Stiftung
Guided Tours des Veranstalters mit Stiftungs-Beteiligung
Mittwoch, 20. Mai, 17 – 19 Uhr
Freitag, 22. Mai, 17 – 19 Uhr
Sonntag, 24. Mai, 15 – 17 Uhr
Auf Various Others, kurz VO, seit 2017 ein jährlich wiederkehrendes internationales Festival für zeitgenössische Kunst, werden in diesem Jahr auch Technologie-Standorte einschließen, darunter Apple. Gastgebender VO-Ausstellungsort im Herzen München ist Apples europäisches Zentrum für Siliziumdesign in der Karlstraße. Was liegt da näher, hier einen Pionier der generativen Kunst zu zeigen, der mit theoretischen Schriften, aber auch mit seinen Werken auf dem ikonischen apple II die generative Kunst von heute maßgeblich mitgestaltete. Die Animation ZENTRUM wird auf einem historischen apple IIe laufen, der im Besitz der Stiftung Herbert W. Franke ist. Zwei weitere Programme nur als „Simulationen“ in einem Videomitschnitt, aber ebenfalls auf einem Röhrenmonitor ausgegeben. Den Spannungsbogen von Alt und Neu präsentiert die Kuratorin Margit Rosen. Sie stellt den über 40 Jahre alten Programmen von Franke zeitgenössische Werke des Künstlers Harm van den Dorpel gegenüber: „Während Franke, die Schönheit der Mathematik zu zeigen suchte, interessiert van den Dorpel, der Moment, in dem ein System an seine Grenze stößt. Beide setzen auf Regelwerke – und auf den Moment, in dem aus Berechnung etwas entsteht, das sich der Kontrolle entzieht.“ The Foundation will participate in the two-hour guided tours offered by VO, which begin at Apple at 5:00 p.m. on Wednesday, at 5:00 p.m. on Friday, and 3:00 p.m. on Sunday. THe tours will provide some background about the programs.



Die historische Präsentation Frankes wurde durch die Rekonstruktion der Programme von Prof. Horst Oberquelle und Marton Juarez aus dem Computer Museum Hamburg sowie durch die Hardware-Unterstützung des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. und des ZKM Karlsruhe möglich. Die Stiftung bedankt sich herzlich, dass durch die Vintage-Community das alte Setting von Hardware und Frankes Programmen für die Ausstellung flott gemacht werden konnte.

Auch an anderer Stelle des Festivals sind Werke von Franke zu sehen. Drei seiner frühen Oszillogramme aus der Serie Tanz der Elektronen werden in der derzeitigen Ausstellung Seing the Unseen. Quantum physics and art as entangled worlds bei der ERES-Stiftung gezeigt. Sie gehört ebenfalls in den Kunst-Verbund von Varios Others. Die Bilder der Serie Tanz der Elektronen entstand in den 1950er Jahren mit einem Analogrechner. Er nutzt physikalische Modellierung, ähnlich wie moderne Quantencomputer. Herbert W. Franke verrechnete damit elektrische Signale zu komplexen Schwingungen und hielt deren Visualisierungen als Standbilder fotografisch fest.


